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2000

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IÖW - Institut für ökologische Wirtschaftsforschung future - Initiative von Unternehme(r)n


Was und wer wird bewertet?

Plattform-Konzept: Im Gegensatz zu den bisherigen Rankings wurde im Ranking 2000 nicht nur die Papierfassung des Konzern-Umweltberichts berücksichtigt, sondern die gesamte, zentral zugängliche und vernetzte Umweltberichterstattung eines Unternehmens. Diese Bewertungskonzeption geht davon aus, dass es für Außenstehende eine zentrale Informationsquelle (Plattform) geben muss (egal ob auf Papier, CD-ROM oder im Internet), wo sich die für eine Umweltberichterstattung erforderlichen Informationen befinden oder von wo aus er/sie zu weiteren relevanten Informationsquellen (z.B. Umwelterklärungen) "geleitet" wird (vernetzte Informationsquellen). Dabei gelten die Grundsätze:
  1. Bring- und Holschuld: Zentrale Informationsquellen, die auf das Anschreiben von Capital hin nicht zugesandt bzw. genannt wurden, fanden in der Bewertung keine Berücksichtigung, es sei denn, das Ranking-Team wusste (zufällig), dass es doch einen Umweltbericht etc. gab. Bei allen zu bewertenden Unternehmen wurden die Homepages und maximal eine Ebene tiefer auf Umweltinformationen überprüft. Ließ sich dort nichts finden, wurde nicht weitergesucht.
  2. Erkennbarkeit: Die zentrale Umweltberichterstattungsquelle muss für Außenstehende klar erkennbar sein, das heißt beispielsweise als solche benannt werden ('Umweltbericht' usw.). Auf weitere Informationsquellen muss von der zentralen Plattform aus explizit verwiesen werden ('Umweltdaten zu unseren 12 Standorten finden Sie in den jeweiligen Umwelterklärungen, die Sie bei XXX Adresse, Tel. usw. anfordern können').
  3. Einfache und schnelle Zugänglichkeit: Ein Außenstehender darf erwarten, dass er zur zentralen Plattform wie auch zu den mit ihr verknüpften weiteren Umweltinformationsquellen einen einfachen und schnellen Zugang hat, das heißt zum Beispiel von der Homepage aus direkt zur "Umweltseite" kommt und nicht erst lange und umständlich in Fließtexten die erforderlichen Informationsquellen suchen muss.

Somit wurden in das Ranking 2000 einbezogen (wenn es entsprechende gezielte Querverweise gab):
  • Konzern-Umweltberichte auf Papier,
  • Umweltberichte auf CD-ROM,
  • Umweltinformationsquellen im Internetauftritt,
  • Umwelterklärungen auf Papier sowie ggf. weitere schriftliche Unterlagen.


Wer wurde bewertet?

Die 150 größten "deutschen" Unternehmen:
Es wurden wie beim Ranking 1998 die 100 größten "deutschen" Industrieunternehmen (nach Umsatz) sowie die 10 größten deutschen Banken (nach Bilanzsumme), die 10 größten Versicherungsunternehmen (nach Beitragseinnahmen), die 20 größten Handelsunternehmen (nach Umsatz) und die 10 größten Dienstleister (nach Umsatz) bewertet.

Sofern Tochterunternehmen der 150 größten Unternehmen über eigenständige Berichte verfügten, wurden diese im Rahmen des Rankings eigenständig bewertet und ausgewiesen (vorausgesetzt, ihre Umsatzsumme betrug fünf Milliarden DM oder mehr).

Sofern deutsche Tochterunternehmen von ausländischen Muttergesellschaften (z.B. BP Deutschland) zu den 150 größten Unternehmen zählen, wurden diese im Rahmen des Rankings 2000 nur bewertet, wenn sie über eine eigenständige Umweltberichterstattung verfügen (z.B. eigener Umweltbericht) oder die relevanten Informationen (Umweltdaten etc.) für das deutsche Tochterunternehmen im Rahmen der Gesamtberichterstattung der Muttergesellschaft klar abgegrenzt und identifizierbar sind (z.B. im Rahmen der Internetumweltberichterstattung). Wenn dies nicht der Fall ist, hat das deutsche Tochterunternehmen im Sinne des Rankings keine Umweltberichterstattung.

Branchenbezug der Bewertung

Für die folgenden Branchen wurden bei den Kriterien 4.1 (Daten über unternehmens- bzw. standortbezogene Stoff- und Energieströme), 5.2, 5.3 (Ökologische Aspekte der Produkte und Dienstleistungen) und 6.3 (Analyse und Bewertung ökologischer Problemfelder) des Bewertungsrasters branchenspezifische Konkretisierungen in Abstimmung mit den entsprechenden Verbänden vorgenommen:
  • Banken
  • Chemie
  • Handel
  • Energieversorgungsunternehmen
  • Fahrzeugbau u. Zulieferer
  • Maschinenbau
  • Elektroindustrie/Informationstechnik
  • Papier, Druck, Verlage
  • Lebensmittel

Im Ranking 2000 wurden insgesamt 178 Unternehmen berücksichtigt. Eine Übersicht über die Art ihrer Berichterstattung gibt Ihnen das folgende Diagramm. 28 Prozent verfügten über keinerlei, 10 Prozent über wenig Umweltinformationen. Bei 10 Prozent lagen nur Umweltberichte einzelner Standorte vor. 2 Prozent veröffentlichten ihren letzten Umweltbericht vor 1998. Diese wurden deshalb nicht in das Ranking einbezogen. Bei 8 Prozent hatte nur der Mutterkonzern einen Umweltbericht. Bei weiteren 8 Prozent erscheint der aktuelle Umweltbericht erst nach dem Ranking, so dass noch im Ranking 2000 letztlich 61 Berichte (34 Prozent) bewertet wurden. Eine Übersicht der Bewertungsergebnisse nach Hauptkriterien für die einzelnen Unternehmen gibt die nächste Tabelle im PDF-Format, die Sie hier anschauen bzw. downloaden können

Deutlich wurden die derzeitigen Trends in der Umweltberichterstattung. Auch zeigte das Ranking auf, in welchen Bereichen im internationalen Vergleich die Anforderungen an eine gute "Umweltberichterstattung" bereits erfüllt werden und in welchen nicht: Stärken und Schwächen.